Lichtwissen
Entdecken Sie die Welt des Lichts und erweitern Sie Ihr Lichtwissen. Tauchen Sie ein in informative Inhalte, die Ihnen helfen, die Bedeutung von Licht in verschiedenen Kontexten zu verstehen. Von Grundlagen der Beleuchtungstechnik bis zu aktuellen Trends – informieren Sie sich über die vielfältigen Aspekte, die Licht in unserem täglichen Leben beeinflussen. Nutzen Sie unser umfangreiches Lichtwissen, um fundierte Entscheidungen für eine optimale Beleuchtung in Ihrem Umfeld zu treffen. Entdecken Sie die Macht des Lichts und gestalten Sie Ihre Welt mit Wissen.
Was ist Licht?
Licht ist elektromagnetische Strahlung, die sich in verschiedenen Wellenlängen bewegt. Der für das menschliche Auge sichtbare Bereich liegt zwischen 380 nm und 780 nm. Das menschliche Auge ist nur für diesen begrenzten Bereich im elektromagnetischen Spektrum empfänglich. Es umfasst die sichtbaren Lichtwellen und reicht von violettem Licht mit einer Wellenlänge von 380 nm bis zu rotem Licht mit einer Wellenlänge von 780 nm. Durch die Fähigkeit unserer Augen können wir etwa 150 Farbtöne aus dem Spektrum des sichtbaren Lichts unterscheiden und diese zu einer halben Million Farbwerten kombinieren. Weißes Licht besteht aus einer Mischung von verschiedenen Wellenlängen im sichtbaren Spektrum. Wenn dieses Licht durch ein Prisma gebrochen wird, kann man es in seine einzelnen Farbkomponenten zerlegen, was als Spektralfarben bekannt ist. Dieses Phänomen wird als Dispersion bezeichnet. Die unterschiedlichen Farben im sichtbaren Spektrum entsprechen verschiedenen Wellenlängen, wobei violette Farben kürzere Wellenlängen haben als rote Farben. Wenn alle diese Farben im richtigen Verhältnis vorhanden sind, erscheint das resultierende Licht für das menschliche Auge als weiß.
Lichtfarben in Kelvin
Erhitzt man einen Eisenstab, ändert sich seine Farbe von rot über gelblich bis hin zu weiß. Der Physiker Max Planck entwickelte eine mathematische Formel für diese Temperaturstrahlung. Die Farbtemperatur einer Lampe wird durch den Vergleich des Farbeindrucks im menschlichen Auge mit einem ideal glühenden Material (Plank’scher Strahler) bestimmt. Dieser Strahler durchläuft bei Erhitzung eine Farbskala von Rot bis Hellblau. Die CIE hat eine zweidimensionale Normfarbtafel erstellt, die alle Spektralfarben und Farbtemperaturen von weißem Licht enthält. Der Weißpunkt liegt in der Mitte, wo alle Farben gleichverteilt sind. Die Farbtemperatur einer Lichtquelle wird auf oder neben dem CIE-Spektralfarbzug markiert. Niedrige Temperaturen (ca. 3.300 Kelvin) erzeugen warme, gelb-rötliche Lichtfarben, während hohe Temperaturen kühle, weiß-blaue Lichtfarben erzeugen. Diese Temperaturen werden durch die ähnlichste Farbtemperatur (Tcp) beschrieben, z. B. die Temperatur, bei der erhitztes Platin die gleiche Farbe wie die Lichtquelle annimmt (53). Die gängigsten Lichtfarben im Überblick: 2700K extra warmweiß / 3000K warmweiß - ideal im Wohnbereich - 4000K neutralweiß / 6500K tageslichtweiß - ideal für Arbeitsbereiche.
Farbwiedergabe Ra-Wert
Die Farbe einer Lichtquelle aufgrund ihrer Farbtemperatur allein lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die Qualität der Farbwiedergabe zu. Der Farbwiedergabeindex Ra (Colour Rendering Index, CRI) wird verwendet, um die Qualität der Farbwiedergabe einer Lichtquelle zu beschreiben. Ein Ra-Wert von 100 repräsentiert die natürliche Wiedergabe aller Farben, während niedrigere Werte auf eine schlechtere Farbwiedergabe hinweisen. Die Farbwiedergabeeigenschaften werden durch das Testfarbenverfahren beurteilt, das 14 dominante und festgelegte Testfarben unter der zu prüfenden Lichtquelle vergleicht, mit Ra 100 als Referenz. Die Unterschiede im farblichen Erscheinungsbild werden durch eine mathematische Formel bewertet, wobei geringe Abweichungen für eine bessere Farbwiedergabe und größere Abweichungen für eine schlechtere Farbwiedergabe stehen. LED-Lichtquellen haben in der Regel einen Ra-Wert von mindestens 80, während Leuchten mit Ra90 - Ra95 als exzellent in der Farbwiedergabe gelten. Sunlight LED erreicht mit einem Ra-Wert über 98 eine naturgetreue Farbwiedergabe. Je mehr Leuchtstoffe kombiniert werden um eine bessere Farbwidergabe zu erzielen, desto mehr sinkt die Lichtausbeute einer LED.
DIM2WARM
Bei herkömmlichen LED-Lampen bleibt die Lichtfarbe unverändert, wenn sie gedimmt werden, im Gegensatz zu Temperaturstrahlern wie Glühlampen, bei denen das Licht wärmer wird, wenn es gedimmt wird. Die Dim2Warm-Technologie wurde entwickelt, um diesen Effekt zu reproduzieren. Wenn eine LED-Leuchte mit Dim2Warm-Funktion gedimmt wird, erfolgt nicht nur eine Reduzierung der Helligkeit, sondern auch eine Anpassung der Lichtfarbe. Die Farbtemperatur wird auf einen wärmeren Ton eingestellt, beispielsweise bei mobilux Leuchten auf etwa 1800 Kelvin, was einem angenehmen amberfarbenen Licht entspricht. Dieser Ansatz schafft eine behaglichere und angenehmere Atmosphäre, besonders in Situationen, in denen gedämpftes und warmes Licht erwünscht ist.
COLORSWITCH
Ein Dip-Schalter an der Leuchte ermöglicht die Auswahl der gewünschten Lichtfarbe zwischen 2700K, 3000K und 4000K. Je nach Ausführung ist es auch möglich, die Lichtfarbe direkt am Lichtschalter durchzuschalten. Diese flexible Funktion ermöglicht es, die Beleuchtung an unterschiedliche Bedürfnisse und Stimmungen anzupassen, ohne die Leuchte physisch verändern zu müssen.
Helligkeit in Lumen
Der Lichtstrom ist eine Messgröße, die angibt, wie viel Licht eine Lichtquelle insgesamt in alle Richtungen in einer Sekunde abgibt. Es repräsentiert die gesamte Lichtleistung und wird in Lumen (lm) gemessen. Die Messung erfolgt oft in einer sogenannten Ulbrichtschen Kugel, die dazu dient, das Licht in alle Richtungen zu streuen und somit die gesamte abgestrahlte Lichtleistung zu erfassen. Die Einheit Lumen gibt an, wie viel Lichtenergie pro Sekunde von einer Lichtquelle ausgesendet wird, unabhängig von der Richtung, in die das Licht strahlt. Dieser Parameter ist wichtig, um die Helligkeit einer Lichtquelle zu bewerten.
IP Schutzart Indoor
Die IP-Schutzart wird durch zwei Ziffern dargestellt. Die erste Ziffer gibt den Schutzgrad gegen Fremdkörper an, während die zweite Ziffer den Schutz gegen Feuchtigkeit angibt. Hier sind einige Beispiele in Bezug auf den Feuchtigkeitsschutz:
IP20: Kein spezifischer Feuchtigkeitsschutz.
Mobilux IP65 Einbauleuchten sind geschützt gegen Strahlwasser. Ein extra langes Kabel ermöglicht den Trafo aus dem Nassbereich zu legen. Die IP Schutzart bei Einbauleuchten gilt bei Einbau in geschlossenen Decken.
Wo welche IP-Schutzart zu installieren ist, ist in der aktuellen VDE Richtlinie festgelegt.
IP Schutzart Outdoor
Für Beleuchtung im Außenbereich gelten spezifische Anforderungen an die IP-Schutzarten. Hier sind einige gängige Schutzarten und ihre Anforderungen:
IP44: Diese Schutzart ist für Leuchten im Außenbereich geeignet, da sie Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 mm Durchmesser und Spritzwasser aus allen Richtungen bietet. Damit können Leuchten leichtem Regen und Spritzwasser standhalten. Wandleuchten besitzen meist diese Schutzart.
IP65: Leuchten mit IP65-Schutz sind gegen Staub in schädigender Menge und Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt. Diese Schutzart ist ideal für den Einsatz in Umgebungen mit intensiveren Witterungseinflüssen, da sie starkem Regen und Strahlwasser widerstehen kann.
IP67: Leuchten mit IP67 sind gegen temporäres Untertauchen in Wasser geschützt. Diese Schutzart ist relevant für Bereiche, in denen Leuchten kurzzeitig mit Wasser bedeckt sein könnten.
IP68: Für Leuchten, die dauerhaft in Wasser eingetaucht werden können, ist die Schutzart IP68 erforderlich. Dies ist besonders wichtig für Unterwasseranwendungen oder Beleuchtung in Teichen.
Bei der Auswahl von Leuchten für den Außenbereich ist es entscheidend, die spezifischen Umgebungsbedingungen zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die gewählte IP-Schutzart den erforderlichen Schutz bietet. Bei Poller und Bodeneinbauleuchten benötigen immer eine fachgerechte Installation mit Drainage, damit Wasser abfliessen kann.
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